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Wie der Buddhismus nach Bhutan kam
Vor vielen hundert Jahren war Sindhu Raja der König dieses Landes.
Er herrschte von einem mächtigen Schloss aus, dem Palast 'Eiserne-Festung-Ohne-Türen'.
In diesem Schloss waren alle Schätze der Welt enthalten. Aber
eines Tages befiel den König ein großes Unheil: Ein Dämon
stahl im seine Seele. Die Menschen in des Königs Nähe fühlten
sich verloren und verlassen. Das Eiserne Schloss von Bumthang war
mit Bestürzung und Betrübnis erfüllt. Die Hofastrologen,
Priester und Ritter versammelten sich um den König und beschlossen,
dass es nur eines zu tun gab: Sie mussten nach dem Guru Padma Sambhava,
Guru Rinpoche, schicken, der schon im ganzen Lande berühmt war
und zu jener Zeit bei den Tibetanern lehrte. Boten mit vielen Geschenken
und Bechern voll Goldstaub aus den Omera von Bumthang reisten nach
Tibet und erflehten seine Hilfe, um die bösen Gottheiten zu vernichten.
Padma Sambhava aber flog auf dem Rücken einer Tigerin nach Bhutan.
Er begab sich in eine Höhle, wo er sieben Tage in einer Höhle
betete und sodann die Dämonen bezwang. Und Sindhu Raja wurde
gerettet. Aus Dankbarkeit nahm der König den Buddhismus als seine
Religion an und baute zahlreiche Tempel im ganzen Land. Und das Tigernest,
jener Ort, an dem Guru Rinpoche in Bhutan gelandet ist, gehört
zu den meistverehrten Pilgerzielen des gesamten Himalaja.
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