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Die Geburt Bhuddas
Königin Maya empfing Buddha in einem Traum. In diesem Traum hoben
die vier Großkönige Maya samt ihrem Bett auf und brachten
sie nach dem Himalaja. Darauf kamen ihre Gattinnen und brachten Maya
nach dem Anotatta-See; hier badeten sie sie, um sie von der menschlichen
Unreinheit zu befreien. Nicht weit von dort ist der Silberberg, dessen
Spitze ein goldenes Haus ist; da machten sie ein nach Osten gerichtetes
Lager zurecht und legten Maya darauf nieder. Hierauf stieg der Bodhisattva
als ein herrlicher weißer Elefant herab. Er umschritt dreimal
von rechts das Lager seiner Mutter, berührte ihre rechte Seite
und ging so gleichsam in ihren Leib ein. So träumte Maya.
Als sie ihrem Mann davon erzählte, ließ er 64 Hindupriester
rufen und bat sie um eine Deutung. Sie erklärten:
"Sei unbesorgt, o Großkönig! Einen Sohn wirst du erhalten.
Wenn dieser das häusliche Leben wählen wird, wird er ein
König werden, ein Weltherrscher; wenn er aber das Haus verlassen
und die Weltflucht betätigen wird, wird er ein Buddha werden,
der in der Welt alles Dunkel vertreibt."
Danach sollen sich 32 Wunder ereignet haben. "Da wankten, erzitterten
und erbebten wie mit einem Schlage alle zehntausend Welten. In allen
Höllen erlosch das Feuer, bei allen Wesen verschwand die Krankheit,
alle Instrumente ertönten, wiewohl nicht berührt, von selbst,
in dem großen Weltmeer war süßes Wasser, das ganze
System der zehntausend Welten drehte sich und war zusammengedrückt
wie ein Bündel zusammengebundener Kränze voll höchster
Herrlichkeit".
Dann nahte die ungewöhnliche Geburt Buddhas in einem Garten mit
Salabäumen, Lumbini-Wald genannt. Als die Königin einen
Salazweig ergreifen wollte, bog er sich herab und kam ihrer Hand nahe.
Sie hielt ihn fest, und stehend gebar sie ihren Sohn.
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