Lebensweise
In Bhutan wird größter Wert auf das Pflegen der alten Traditionen
gelegt. So wird zum Beispiel überall im Land bis auf wenige Ausnahmen
die Nationaltracht - Ghos für die Männer und Kiras für
die Frauen - getragen. Die Kinder werden überall hin mitgenommen.
Auch bei der Feldarbeit oder beim Straßenbau oder bei einem
der vielen religiösen Feste sind sie - oft im Tragetuch auf dem
Rücken von Mutter oder Vater - immer dabei.
Häuser werden in Bhutan grundsätzlich im alten Stil erbaut
- im Erdgeschoß sind die Tiere untergebracht. Darüber
finden sich die Wohnräume. Vor allem auf dem Land schläft
meist nach wie vor die ganze Familie in einem Zimmer. Zwischen 1.
Stock und Dach, das mit unzähligen Steinen beschwert ist, befindet
sich ein luftiger Trockenraum für das Getreide. Die Fassade
ist oft kunstvoll bemalt und verziert.
Der Umweltschutz-Gedanke spielt eine große Rolle. Überall
im Land wird auf Tafeln darauf hingewiesen, dass der Mensch nicht
Beherrscher der Natur ist. Vielmehr ist er dazu verpflichtet, sie
zu respektieren und zu achten, weil sie die Lebensgrundlage der
Menschen ist. Jede Familie in Bhutan muss jedes Jahr ein Familienmitglied
für eine gewisse Zeit für Gemeinschaftsarbeiten zur Verfügung
zu stellen. Ist dies nicht möglich, so ist ein bestimmter finanzieller
Beitrag zu leisten.
Mädchen wie Buben besuchen in Bhutan 14 Jahre lang die Schule.
Es wird großer Wert auf das Vermitteln der traditionellen
Werte und Gebräuche gelegt. Neben der Nationalsprache Dzongka
wird auch Englisch unterrichtet. Der Buddhismus ist fester Bestandteil
des Lebens jedes Bhutanesen.
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