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Bhutan Reisen

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Spiritualität




 
 
In Bhutan ist der Buddhismus allgegenwärtig. Seine Grundsätze bestimmen die Lebensweise der Bevölkerung. Die äußeren Zeichen für die Spiritualität der Bhutanesen sind überall im Land zu finden - von den mächtigen Staatsklöstern, den Dzongs, bis zu den winzigsten Dorftempeln und unzähligen Chorten. Jede Familie hat ihren eigenen Schrein, vor dem sie täglich ihre Andachten verrichtet. An vielen ausgesetzten Stellen wie Pässen, Steilhängen oder Felsen finden sich unzählige Gebetsfahnen, die die Gebete der Gläubigen mit Hilfe des Windes direkt in den Himmel schicken.

Der Buddhismus wurde Anfang des achten Jahrhunderts von dem berühmten Guru Padma Sambhava nach Bhutan gebracht. Noch heute zeugt das "Tigernest", ein Kloster, das direkt in die steilen Abhänge eines Felsgebirges gebaut wurde, von der Ankunft Guru Padma Sambhavas.


Der tantrische Buddhismus



Bhutan ist das einzige Land der Welt, in dem die tantrische Form des Mahayana-Buddhismus offizielle Staatsreligion ist. Außer in Bhutan ist diese Form des Buddhismus, der seine Wurzeln in Indien hat, noch in Tibet, Ladakh, in der Mongolei, im nördlichen Nepal und Japan zu finden.

Die von Siddhartha Gautama, dem Buddha, gepredigte Philosophie mit ihrer Betonung der Sanftheit, Reinheit und Güte gegenüber allen lebendigen Geschöpfen ist auch der Kern des bhutanesischen Buddhismus. Darüber hinaus gibt es jedoch in der bhutanesischen Tradition des Mahayana Buddhismus eine Vielzahl von Göttern und Dämonen. Die furchterregend erscheinenden sind Aspekte der friedvollen Gottheiten, die nur eine zornige Gestalt annehmen, um die bösen, dem Buddhismus feindlich gesinnten, Geister zu bezwingen. Sie ängstigen nur den Unwissenden, der ihre wahre Natur nicht erkennt.

Wie der traditionelle Buddhismus basiert auch die tantrische Form, die in Bhutan gelebt wird, auf der Karma-Lehre. Danach wirken sich alle Handlungen, die man setzt, auf das nächst folgende Leben aus. Ziel ist es, den Zyklus der Reinkarnationen, der Wiedergeburten durch das Erreichen der Erleuchtung zu beenden. Das Nirvana ist ein Zustand des Nicht-Leidens, ein Zustand, in dem es kein Ziel, keine Begierde, keine Schmerzen mehr gibt. Erleuchtete oder Bodhisattvas haben das Anrecht auf das Nirvana erworben, verzichten jedoch freiwillig darauf und streben eine Wiedergeburt in der menschlichen Welt an, um anderen Wesen zu helfen.

Die vier edlen Wahrheiten Buddhas
Als Siddhartha zum ersten Mal einen Kranken, einen Greis und einen Toten sah, stieg in ihm eine quälende Frage über den Sinn des Lebens auf. Wir der Mensch nur geboren um zu leiden, alt zu werden und zu sterben? Dann begegnete Siddhartha einem heiligen Mann, der auf der Suche nach Wahrheit den Freuden der Welt entsagt hatte. Das gab ihm den Anstoß, seine Familie, seinen Besitz und seinen königlichen Namen aufzugeben. Die folgenden sechs Jahre brachte er bei Lehrern des Hinduismus und bei Gurus zu, von denen er sich eine Antwort erhoffte, jedoch ohne Erfolg. Er fastete, betrieb Yoga und übte sich in strengster Askese. Trotzdem fand er keinen inneren Frieden und erlangte keine Erleuchtung.
Schließlich kam er zu der Erkenntnis, dass strenge Askese ebenso nutzlos war wie das von ihm zuvor geführte Leben im Überfluss. Jetzt verfolgte er den "mittleren Weg", wie er ihn nannte, und mied sowohl die eine als auch die andere extreme Lebensweise. Er war überzeugt, dass es eine Antwort auf seine Frage gab, dass er sie aber nur durch Meditation finden konnte. Deshalb ließ er sich unter einem Pipalbaum, einem indischen Feigenbaum, nieder und gab sich der Meditation hin. Er widerstand allen Angriffen und Versuchungen des Teufels Mara und setzte seine Meditation vier Wochen (manche sprechen von sieben Wochen) beharrlich fort, bis er alle Erkenntnis und alles Verständnis überschritten hatte. Dann gelangte er zur Erleuchtung. Und damit wurde Siddhartha Gaudama zum Buddha, zum Erwachten oder Erleuchteten. Er hatte das endgültige Ziel, das Nirwana, erreicht, einen Zustand vollkommenen Friedens und der Erleuchtung, frei von Begierde und Leiden.


Die vier edlen Wahrheiten Buddhas

"Dies, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit vom Leiden: Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Sterben ist Leiden; mit Unlieben vereint sein ist Leiden. Von Lieben getrennt sein ist Leiden. Nicht erlangen, was man begehrt, ist Leiden."

"Dies, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit von der Entstehung des Leidens: es ist der die Wiedergeburt erzeugende Durst, begleitet von Wohlgefallen und Begier, der hier und dort seine Freude findet: nämlich der Durst nach Lust, der Durst nach Werden und Dasein."

"Dies, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit von der Aufhebung des Leidens: Die Aufhebung dieses Durstes durch restlose Vernichtung des Begehrens, ihn fahren lassen, sich seiner entäußern, sich von ihm lösen, ihm keine Stätte gewähren."

"Dies, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit von dem Weg, der hinführt zur Aufhebung des Leidens: Es ist dies der edle 'achtfache Pfad', der da heißt: Rechtes Glauben, Rechtes Denken, Rechtes Sprechen, Rechtes Tun, Rechtes Leben, Rechtes Streben, Rechte Konzentration, Rechtes Sichversenken."


Durch diese Lehre wurden einerseits die Habgier und die korrupten religiösen Bräuche der Brahmanen oder der Priesterkaste des Hinduismus und andererseits die strenge Askese der Anhänger des Dschainismus sowie anderer mystischer Kulte verurteilt. Die Lehre des Buddha verhieß Freiheit für alle, die seinem Weg folgten.


Tsechus - Feste in Bhutan



Viele Besucher kommen nach Bhutan, um die religiösen Feste mitzuerleben. Die Tsechus, die jährlich in den Dzongs oder in der Nähe von Heiligtümern stattfinden, bieten ein faszinierendes Schauspiel, das gewöhnlich mehrere Tage dauert. Höhepunkt ist meist die Enthüllung eines Thangkas, eines riesigen farbenprächtigen Rollbildes, auf dem Guru Rinpoche und seine acht Verkörperungen zu sehen sind. Zu den bekanntesten Tsechus zählen jene in Thimpu, Paro und Bumthang. Aber auch in kleineren Städten oder Dörfern finden solche Feste zu Ehren Guru Rinpoches statt.

Jeroma Tours hat sich auf das Besuchen von Festivals in entlegenen kleinen Dörfern wie Gom Kora, Chorten Kora oder Punakha Sedra spezialisiert. Hier finden sich nur wenige Touristen ein und die Maskentänze und religiösen Gesänge können in ihrer ganzen Ursprünglichkeit miterlebt werden. Eine gute Gelegenheit, die Lebensweise der Bhutanesen näher kennenzulernen.


Dzongs



Die Dzongs sind mächtige Klosterburgen. Meist thronen sie in der Nähe eines Dorfes oder einer Stadt weithin sichtbar auf einem Bergrücken oder an Flussbiegungen. Sie sind gleichzeitig religiöses Zentrum und Sitz der Verwaltung des jeweiligen Districts.

Die Dzongs umfassen oft mehrere Tempel, in denen die religiösen Zeremonien, die Pujas, gefeiert werden. Aber auch die Novizen, die jungen Mönche, werden in den Dzongs ausgebildet.

Wenn Bhutanesen einen Dzong betreten, tragen sie zum Zeichen der Achtung den Zeremonialschal.


Chorten oder Stupa



Ein Chorten, im Sanskrit Stupa genannt, wird oft zur Erinnerung an Verstorbene errichtet. Er ist ein Behältnis für Opfergaben und symbolisiert in den Himalajaländern das Bewusstsein Buddhas und ist deshalb heilig. Zum Zeichen der Ehrerbietung und um den Gläubigen Verdienst zu bringen, sollte ein Chorten immer im Uhrzeigersinn umrundet werden.


Die Puja



Pujas sind religiöse Zeremonien der Mönche, die in den Dzongs abgehalten werden. Manchmal ist es auch Reisenden möglich, an einer Puja teilzunehmen. Ein eindrucksvolles Erlebnis, das alle Sinne fesselt und höchsten Respekt erfordert.

Wenn die Reiseteilnehmer Interesse haben, wird sich Karma Tenzin von Jeroma Tours darum bemühen, ihnen diesen Einblick in die spirituelle Welt Bhutans zu ermöglichen.


Ritualgegenstände



Die wichtigsten Ritualgegenstände bei buddhistischen religiösen Zeremonien sind der "Dorje", der "diamantene Donnerkeil" und der Zauberdolch Phurba. Der Donnerkeil sieht wie eine kleine Hantel aus. Vier oder acht Stäbe zweigen von der Mitte der Zentralachse ab und vereinen sich wieder an den beiden Enden. Der Donnerkeil verkörpert Reinheit und Unzerstörbarkeit, die Merkmale des Buddha-Geistes. Der diamantene Donnerkeil symbolisiert das männliche Element und das Wissen, das für die Erleuchtung notwendig ist. Bei Zeremonien wird er oft zusammen mit einer Glocke verwendet, die für die Weisheit steht und das weibliche Element vertritt.

Der Zauberdolch verkörpert die Gottheit Phurba. Er ist dreischneidig und seinen Griff bildet der Kopf eines Tieres oder einer Gottheit. Er wird oft zur Unterwerfung von Dämonen eingesetzt und für Reinigungsrituale benützt.


Der Altar



Jeder Tempel beherbergt einen oder mehrere Altäre, auf denen sieben Schalen stehen, die jeden Morgen mit Wasser gefüllt werden. Sie symbolisieren die sieben Opfergaben, die man Buddha und den Gottheiten darbringen soll: Speisen, Getränke, Wasser zum Waschen, Blumen und Weihrauch den Sinnen zum Gefallen, eine Butterlampe als Licht sowie Wohlgerüche. Oft befindet sich auf den Altären eine Reihe von Opfergaben.


Legenden und Geschichten



"Dangbo and Dingbo..." - "vor langer, langer Zeit..."- So beginnt jede bhutanesische Geschichte... -
Wer Legenden und Geschichten liebt, wird in Bhutan reich beschenkt. Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit und tauchen Sie ein in die Welt der Götter und Dämonen. Erfahren Sie mehr über den Yeti und andere Wesen, die es in Bhutan ganz sicher gibt, wie Ihnen jeder Bhutanese glaubhaft versichern wird.

Die Geburt Bhuddas
Königin Maya empfing Buddha in einem Traum. In diesem Traum hoben die vier Großkönige Maya samt ihrem Bett auf und brachten sie nach dem Himalaja. Darauf kamen ihre Gattinnen und brachten Maya nach dem Anotatta-See; hier badeten sie sie, um sie von der menschlichen Unreinheit zu befreien. Nicht weit von dort ist der Silberberg, dessen Spitze ein goldenes Haus ist; da machten sie ein nach Osten gerichtetes Lager zurecht und legten Maya darauf nieder. Hierauf stieg der Bodhisattva als ein herrlicher weißer Elefant herab. Er umschritt dreimal von rechts das Lager seiner Mutter, berührte ihre rechte Seite und ging so gleichsam in ihren Leib ein. So träumte Maya.

Als sie ihrem Mann davon erzählte, ließ er 64 Hindupriester rufen und bat sie um eine Deutung. Sie erklärten:
"Sei unbesorgt, o Großkönig! Einen Sohn wirst du erhalten. Wenn dieser das häusliche Leben wählen wird, wird er ein König werden, ein Weltherrscher; wenn er aber das Haus verlassen und die Weltflucht betätigen wird, wird er ein Buddha werden, der in der Welt alles Dunkel vertreibt."
Danach sollen sich 32 Wunder ereignet haben. "Da wankten, erzitterten und erbebten wie mit einem Schlage alle zehntausend Welten. In allen Höllen erlosch das Feuer, bei allen Wesen verschwand die Krankheit, alle Instrumente ertönten, wiewohl nicht berührt, von selbst, in dem großen Weltmeer war süßes Wasser, das ganze System der zehntausend Welten drehte sich und war zusammengedrückt wie ein Bündel zusammengebundener Kränze voll höchster Herrlichkeit".

Dann nahte die ungewöhnliche Geburt Buddhas in einem Garten mit Salabäumen, Lumbini-Wald genannt. Als die Königin einen Salazweig ergreifen wollte, bog er sich herab und kam ihrer Hand nahe. Sie hielt ihn fest, und stehend gebar sie ihren Sohn.

Wie der Buddhismus nach Bhutan kam
Vor vielen hundert Jahren war Sindhu Raja der König dieses Landes. Er herrschte von einem mächtigen Schloss aus, dem Palast 'Eiserne-Festung-Ohne-Türen'. In diesem Schloss waren alle Schätze der Welt enthalten. Aber eines Tages befiel den König ein großes Unheil: Ein Dämon stahl im seine Seele. Die Menschen in des Königs Nähe fühlten sich verloren und verlassen. Das Eiserne Schloss von Bumthang war mit Bestürzung und Betrübnis erfüllt. Die Hofastrologen, Priester und Ritter versammelten sich um den König und beschlossen, dass es nur eines zu tun gab: Sie mussten nach dem Guru Padma Sambhava, Guru Rinpoche, schicken, der schon im ganzen Lande berühmt war und zu jener Zeit bei den Tibetanern lehrte. Boten mit vielen Geschenken und Bechern voll Goldstaub aus den Omera von Bumthang reisten nach Tibet und erflehten seine Hilfe, um die bösen Gottheiten zu vernichten. Padma Sambhava aber flog auf dem Rücken einer Tigerin nach Bhutan. Er begab sich in eine Höhle, wo er sieben Tage in einer Höhle betete und sodann die Dämonen bezwang. Und Sindhu Raja wurde gerettet. Aus Dankbarkeit nahm der König den Buddhismus als seine Religion an und baute zahlreiche Tempel im ganzen Land. Und das Tigernest, jener Ort, an dem Guru Rinpoche in Bhutan gelandet ist, gehört zu den meistverehrten Pilgerzielen des gesamten Himalaja.

Der brennende See
Nicht weit vom Pele Pass tauchte im 15. Jahrhundert Terton Pema Lingpa, ein einfacher Bauer und Reinkarnation Buddhas, mit einer brennenden Butterlampe in den See. Als er dem Wasser entstieg, befand sich in seiner Hand ein Päckchen mit jahrhundertealten religiösen Texten.

Das Reich der Gierigen
In vielen Tempeln Bhutans befinden sich Mandalas, kunstvolle runde Gemälde, auf denen die klassische buddhistische Kosmologie dargestellt ist. So auch im Dzong in Thimpu. Eines davon zeigt die verschiedenen Stufen von Himmel und Hölle. - Der Kreis ist in sechs Segmente unterteilt, oben befindet sich der Himmel, unten die Hölle. Dazwischen sind die vier - gespenstisch detailliert ausgeführten Zwischenstadien: die Welt der Tiere, die Welt der Halbgötter, unsere eigene Menschenwelt und noch eine weitere. Diese zeigt eine besonders schauerliche Szene: Männer und Frauen, nur in Weiß und Grau gemalt, kriechen verzweifelt auf allen vieren in einer kargen Mondlandschaft umher. Sie haben lange, dürre Hälse, gewunden wie Sprungfedern, und ihre Zungen hängen grauenhaft geschwollen aus ihren Mündern. - Das ist das Reich der Gierigen. Sie sind immer hungrig, aber ihre Hälse sind so eng geworden, dass sie nicht einmal einen winzigen Tropfen Wasser zu sich nehmen können. Das Mittelstück des Mandalas stellt Yama dar, den Gott der Bestrafung, umgeben von einem runden Rohr, in das die Menschen gesteckt werden, um in das ihren Verdiensten entsprechende Reich hinausgeschossen zu werden.

Der Yeti
Im Nordosten von Bhutan ist eine Region, in der Nomaden leben, die Brokpas. Sie sind stolze ungewöhnliche Leute. Viele der Geschichten, die sich um dieses Volk ranken, handeln vom Yeti, den sie Mirgoe nennen. Für die Brokpas ist der Yeti so real wie die Berge. Yetis gelten als nydag shidag, oder Beschützer einer bestimmten Region. Werden sie irgendwo gesichtet, gilt das oft als ominöses Omen, als Vorbote von Krankheit, Naturkatastrophen oder sogar des Todes.

Man sagt, die Fußabdrücke des Mirgoes ähneln jenen der Menschen, nur viel größer seien sie. Die Brokpas von Merak und Sakteng schwören, dass die Füße des Yeti umgedreht sind, dass also die Zehen nach hinten und die Fersen nach vorne zeigen. Das erklärt auch, warum es nie gelungen ist, einen Yeti zu fangen. - Immer flüchtet er - ein hämisches Grinsen im Gesicht - in die entgegengesetzte Richtung, die seine Jäger vermuten.

Begegnungen mit Mirgoes sind selten, aber immer möglich. Und die Kinder der Brokpas werden auf solche Begegnungen vorbereitet. Ein Mensch muss sich ehrfürchtig zu Boden werfen und ruhig und still verharren. Niemals darf man ihn herausfordern oder sich respektlos zeigen. Dann wird er stets Beschützer der Menschen sein.

Die Yetifrau
Nahe dem Dorf in Ostbhutan, in dem Karma Tenzin, der Inhaber von Jeroma Tours, als Junge gelebt hat, lebte in den Bergen eine Yetifrau. Eines Tages ging ein Freund seines Großvaters in den Wald um Feuerholz zu sammeln. Dort begegnete er der Yetifrau und wurde verschleppt. Ein ganzes Jahr wurde er in ihrer Höhle gefangengehalten und nur mit rohem Fleisch gefüttert. Aber er war ein listiger Bursche und eines Tages kam ihm eine Idee. Er machte sich ein Paar Schuhe aus den Fellen der Tiere, die die Yetifrau getötet hatte. Als sie das sah, war sie ganz neidisch auf die schönen Schuhe und so machte der Mann ihr auch ein Paar. Am nächsten Tag wartete er, bis die Yetifrau schlief, dann ergriff er die Gelegenheit und lief so schnell er konnte den Berg hinab. Die Yetifrau wachte auf und jagte ihm nach, aber der Mann hatte ihr die Schuhe an die Füße genäht, so dass sie sie nicht ausziehen konnte, und sie waren so schlüpfrig und weich, dass sie dauernd ausrutschte und in den Schnee fiel. Und auf diese Weise ist der Mann entkommen.

Das wilde Huhn und der Esel
Dangbo...o...o Dingbo.....o....o - vor langer langer Zeit bat ein wildes Huhn einen Esel, ihm zu helfen. Als es Essenszeit wurde, sagte das Huhn zum Esel, er solle ruhig weiterarbeiten. Es würde inzwischen für sie beide das Essen bereiten. Aber der dumme Esel folgte dem Huhn um zu sehen, was es geben würde. Das wilde Huhn schürte das Feuer und stellte eine Pfanne mit Öl auf den Herd. Dann kletterte es auf ein Brett, das sich direkt über dem Ofen befand und legte zwei Eier, die direkt in die heiße Pfanne fielen. Dann stieg es hinunter, briet die Eier und rief nach dem Esel, damit sie gemeinsam essen sollten. Und der Esel ließ es sich schmecken.

Am nächsten Tag bat der Esel das wilde Huhn, ihm zu helfen. Und so geschah es. Als es Essenszeit wurde, sagte der Esel zum Huhn, es solle ruhig weiterarbeiten, er werde inzwischen das Essen bereiten. Das wilde Huhn jedoch folgte dem Esel um zu sehen, was es Gutes geben würde. Als der Esel zu Hause ankam, zündete er das Feuer an, er nahm eine Pfanne und goss etwas Öl hinein. Da ihm das Essen, das das wilde Huhn am Vortag zubereitet hatte, vorzüglich geschmeckt hatte, wollte er es ihm gleichtun. Er kletterte auf das Brett, das sich direkt über dem Ofen befand, bückte sich ein wenig und drückte und drückte. Aber unglücklicherweise fielen an Stelle von Eiern bloß Mist in die heiße Pfanne. Sobald der Mist das heiße Öl in der Pfanne berührte, steig eine riesige Flamme hoch, direkt zum Hinterteil des dummen Esels. Außer sich vor Angst sprang der Esel vom Brett und begann, sein Hinterteil am Boden zu reiben. Und er rieb und er rieb - bis das Hinterteil blank war. Seit diesem Tag haben Esel nackte Hinterteile. Das wilde Huhn, das alles beobachtet hatte, begann zu lachen. Es lachte und lachte und die Tränen flossen nur so aus seinen Augen, die sich bald rot färbten. Seit diesem Tag haben alle wilden Hühner rote Augen.

Die ungleichen Freunde
Dangbo...o...o Dingbo.....o....o - vor langer langer Zeit lebten 4 ungleiche Freunde: ein Elefant, ein Affe, ein Hase und ein Fasan. Eines Tages beschlossen die vier, gemeinsam einen Mangobaum zu pflanzen. Der Fasan wollte den Samen finden, der Hase übernahm es, das Pflänzlein zu wässern, der Affe düngte es und der Elefant, der stärkste unter den vieren, der bewachte den kleinen Mangobaum. Die vier Freunde erledigten ihre Aufgaben so gut, dass der Baum wuchs und gedieh. Als er erstmals Früchte trug, war er so schön und groß gewachsen, dass sie an die süßen Köstlichkeiten nur herankommen konnten, wenn sie alle vier zusammenhalfen: Der Affe kletterte auf den Rücken des Elefanten, der Hase auf die Schultern des Affen und obenauf, gleich hinter die Löffel des Hasen, dahin flatterte der Fasan. Und schon bald konnten sich alle vier an den Früchten gütlich tun.
Das Bild von den vier ungleichen Freunden aber ist auch heute noch in ganz Bhutan zu sehen. Es gilt als Symbol dafür, dass man viel erreichen kann, wenn man zusammensteht.